eBay-Tipps gibt es zuhauf. Das weiß ich. Doch es sind vor allem die einfachen Dinge, die die Leute vergessen, wenn sie einen Artikel online zum Verkauf anbieten. Dabei ist das erfolgreiche Anbieten und Verkaufen auf eBay gar nicht so schwer, wie manche glauben.
Artikel prüfen
Ist denn das, was ich verkaufen will, überhaupt dafür geeignet? Niemand will sich zwei Stofftaschentücher oder einen fünf Jahre alten Kuschelteddy ersteigern. Auch total zerkratzte CDs sollte man lieber wegschmeißen als anzubieten. Nicht einmal der größte Aufwand wird hier einen Euro einbringen.
Bei den Fotos aufpassen
Nicht jedes Foto ist gleich ein gutes Foto. Man sollte mindestens zwei Fotos pro Artikel haben, die man dann auch verwendet. Eines für die Anzeige in den Suchergebnissen, wo man am besten alle Teile, die man anbietet, sieht. Bei einem ferngesteuerten Auto z.B. das Auto an sich und rundherum das Zubehör wie Fernbedienung, Anleitung & Co. Beim zweiten Foto sollte man sich ein wichtiges Detail heraussuchen und den Bietenden gesondert zeigen. So z.B. irgenwelche Gebrauchsspuren oder Details, die man so nicht sieht. Oder auch einfach nur das ferngesteuerte Auto allein. Wichtig ist, dass unnütze Ränder der Bilder weggeschnitten werden, sodass so viel wie möglich vom Artikel zu sehen ist.
Knackigen Titel überlegen
Die wenigsten werden direkt auf den Artikel stoßen. Daher ist der Titel umso wichtiger. Das Bild haben wir ja schon. Im Titel sollte das Produkt so gut es geht umschrieben werden und dahinter noch der Zustand. Also z.B. so: “Linkin Park – Meteora (2003) +keine Kratzer, neuwertig+”. Wichtig ist, dass ja die Gesamtlänge begrenzt ist. Lieber den Artikel beschreiben und den Zustand weglassen, falls es platztechnisch nicht anders geht. Denn die Nutzer finden das Angebot eher über den Namen als über den Zustand.
Korrekte Angaben machen
Bei technischen Geräten sollten alle Angaben korrekt und vor allem vollständig sein. Wenn das Handy einen SD-Slot hat, dann sollte dieser auch erwähnt sein. Ansonsten werden einige schnell das Angebot verlassen. Ich habe schon zahlreiche Produktbeschreibungen gesehen, wo man nur sehr spärlich technische Infos gefunden hat. Nicht jeder User hat sich jedoch schon im Vornhinein über das Produkt informiert!
Artikelbeschreibung ausfeilen
Hier sollte man sich schon ein wenig Zeit lassen. Denn die Beschreibung muss knackig und informativ sein. Ein kleiner Einleitungstext, der grob die Vorteile umreißt, macht sich immer gut. Grammatikalisch und semantisch sollte alles korrekt sein, damit das Lesen Spaß macht.
Tipp: Wenn man Nichtraucher ist, dies unbedingt mit hinschreiben. Könnte z.B. so erfolgen: “Kommt aus einem Nichtraucherhaushalt.”
Wichtig: Am Ende nicht den rechtlichen Hinweis auf Privatkauf vergessen. Beispieltext: “Da es sich um einen Privatverkauf handelt wird gemäß neuem EU-Recht jegliche Gewährleistung augeschlossen. Umtausch sowie Rückgabe sind nicht möglich. Der Bieter erklärt sich damit einverstanden und erkennt dies mit seinem Gebot an. Viel Erfolg beim Bieten!”
Startpreis stets bei einem Euro
eBay basiert auf dem Prinzip der Auktion (Festpreis empfehle ich daher rein gar nicht). Und diese geht in der Regel immer bei einem Euro los. Ist der Artikel einen hohen Preis wert, so wird dieser garantiert auch erreicht. Zudem sind die eBay-Gebühren niedriger, wenn man bei einem Euro anfängt. Es spricht also nichts dagegen. Und spannender wird es auch :P
Angebotsdauer zwischen 5 und 7 Tagen
Man kann aus 1, 3, 5, 7 oder 10 Tagen Angebotsdauer auswählen. Ich empfehle, die Zeit nicht zu kurz zu wählen. Denn es dauert ein bis zwei Tage, bis das Angebot bei Google auftaucht und interessierte Bieter aufmerksam werden. Drei Tage klingt für viele zudem nach einem Hau-Ruck-Verkauf und überrumpelt viele. Sie wollen sich die Sache lieber noch ein wenig durch den Kopf gehen lassen. Daher empfehle ich, die Angebotszeit zwischen fünf und sieben Tagen anzusiedeln.
Versandkosten
Tja. Da gibt es viele Meinungen. Wenn man bei eBay einen Artikel versandkostenfrei anbietet, wird dieser seit neuestem in den Suchergebnissen weiter oben gelistet. Doch man muss sich überlegen, ob das Sinn macht. Ich bin für faire Versandkosten. Bei einem Buchversand sollte man z.B. nicht mehr als 1,50€ Versandkosten verlangen.
PayPal mit anbieten
Es bewährt sich echt, wenn man PayPal mit als Zahlungsoption anbietet. Denn viele Leute zahlen lieber über diesen Dienst als per langwieriger Banküberweisung. Zudem werden bei PayPal keine Kontodaten preisgegeben und die gesamte Transaktion läuft innerhalb weniger Sekunden ab. Die Käufer erhalten ihr Produkt also wesentlich schneller und der Verkäufer muss seine Kontodaten nicht preisgeben. Einziger Nachteil ist, dass PayPal Gebühren auf eingehendes Geld erhebt.
Netiquette und Service
Für mich ein ganz wichtiger Aspekt ist zudem die Netiquette. Fragen der Interessenten sollten – auch wenn sie noch so doof sind – nett und ausführlich beantwortet werden. Denn sonst verliert man potentielle Bieter. Ganz allgemein sollte man immer für seine Bieter da sein und auch mal das ein oder andere Zugeständnis eingehen. Am Ende wird das einem durch eine positive Bewertung belohnt. Und diese ist wichtig. Bitte stets versuchen, 100% positive Bewertungen zu halten. Denn darauf wird beim Kauf genauso geschaut. In den Artikelbeschreibungen zudem keine falschen Anpreisungen machen, nichts unterschlagen und auch nichts beschönigen.
So. Los gehts! Bietet eure Sachen bei eBay an und achtet auf diese Tipps. Damit wird das Geld nur so sprudeln ^^


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