Es ist soweit. Ich habe eine neue Brille. Mein Rechenzentrum meint, es wäre die vierte. Wer weiß, ich bin mir nicht sicher.
Entschuldigt meinen komischen Blick. Entschuldigt die hässlichen Haare. Und entschuldigt das blaue T-Shirt, das in echt schwarz ist. Ach ja – bitte entschuldigt auch Amy Winehouse.
Ich habe vor langer Zeit (mittlerweile ca. eineinhalb Jahre, wenn nicht sogar schon mehr) mit dem Fernsehkonsum aufgehört. Aus vielerlei Gründen. Einer davon ist, dass ich daheim einen PC mit Breitbandanschluss stehen habe.
Nun kam es, dass ich mich entschied, eine Woche Urlaub bei Verwandten zu verbringen. Hier gestaltet sich die Situation ein wenig anders: Ich will und kann nicht einfach auf Internet mit meinem Laptop zugreifen. Einerseits gibt es hier kein WLAN und andererseits empfinde ich es als unhöflich, da ich wegen der Leute und nicht wegen dem Internet hier bin. Ganz abgeschnitten bin ich natürlich nicht, ab und zu checke ich mit meinem Smartphone alles nach wichtigen Neuigkeiten ab und sende zwischendurch den einen oder anderen Tweet ab. Allerdings führe ich keine zeitaufwändigen Dinge wie YouTube oder Feeds lesen durch.
Somit gestalten sich die gemeinsamen Abende sehr viel anders als zuhause: Man schaut gemeinsam fern. Die dabei (teils erneut) festgestellten Beobachtungen wollte ich noch einmal kurz niederschreiben.
Vor kurzem las ich einen Artikel über genau diese Internetproblematik. Der Autor behauptete, dass es egal sei, was man im Netz von sich preisgebe, da es mittlerweile so viele Menschen tun, dass man selbst nicht mehr in der Masse auffalle. Sehr interessante und diskussionswürdige Meinung.
Ohne Zweifel ist das Internet unsere Zukunft. Die Medien berichten ausführlich über die momentan stattfindende Mobilfunkfrequenzenversteigerung. Dieses Jahr ist das Jahr der Smartphones, diese erleben einen regelrechten Boom. Mit dieser Welle ist es notwendig, dass genügend mobile Bandbreite zur Verfügung steht. Was ich sagen möchte: Offline ist man eigentlich nur noch wenn man schläft.
Somit werden unsere Profile in den Social Networks für unabsehbare Zeit Bedeutung haben. Anders gesagt: Wir werden sie noch ewig nutzen. Natürlich immer vorausgesetzt, dass wir das wollen. Aber solange es Internet gibt, müssen wir uns dort auch präsentieren, anderenfalls ist eine Kommunikation mit anderen nicht möglich. Und nur konsumieren ist nicht die Intention des Internets.
Hinzu kommt, dass Arbeitgeber sich immer wieder online über potentielle Mitarbeiter informieren. Sie schauen nach Interessen, nach eventuellen Problemen und Schwächen des Bewerbers und ob dieser in der Lage sein wird, sich in das Firmengefüge einzugliedern.
Folgen wir der Aufforderung des Autors, uns nicht unnötig selber in dem zu zensieren, was wir über uns veröffentlichen, dann würden meiner Meinung nach Informationen online stehen, die so später zum Verhängnis werden könnten. Man sollte immer noch deutlich danach unterscheiden, was Unbekannte wissen dürfen und was nicht. Und welche Bilder online sein sollten und welche nicht.
Ich selber will gar keine Aussage zu mir persönlich machen. Aber ich glaube, dass wir schon aufpassen sollten, was wir schreiben, und nicht jungfräulich das Internet mit unseren Lebensinhalten befeuern sollten.
Es ist etwas ganz anderes, wenn man mal eine Woche bei Verwandten verbringt, vollkommen losgelöst von der heimischen Umgebung und der täglichen Arbeitswelt. Man denkt über Sachen nach, um die man sich lange nicht gekümmert hat und fasst evtl. neue Entschlüsse.
Für mich war es wundervoll, mal auszubrechen. Abzuschalten. Ist ja auch der Sinn von Urlaub. Gleichzeitig hat mich diese Woche an frühere Zeiten erinnert. Wärme erfüllt mich, wenn ich daran zurückdenke. Irgendwann wird all dies nur noch in geistiger Umgebung weiterleben, denn irgendwann bin auch ich alt und die andern um mich tot.
Ich habe jede Sekunde genossen, finde, dass die Zeit viel zu schnell vorbeigeht und freue mich auf mein erstes eigenes Auto, durch das ich vielleicht noch ein paar Mal hier her kommen kann.
Es folgen drei Blogeinträge, die ich während dieser Woche, in der ich übrigens Urlaub hatte, schrieb.
Vermutlich nicht die berauschensten Texte. Aber egal. Ich werde es dennoch bloggen.
Danke übrigens für die vielen Kommentare, allen voran zu “Trinkgewohnheiten”. Darüber hab ich mich doll gefreut! Ist sehr interessant, worauf ihr so steht.
Ich habe zur Zeit keinerlei Muse zu bloggen. Mir fallen keine Themen ein oder aber ich möchte über bestimmte Sachen nicht schreiben. Weil ich nicht will dass die Öffentlichkeit davon weiß. Kurz: Es passieren bei mir durchaus Dinge, die gehen aber keinen was an.
Und da ich es leid bin, in regelmäßigen Abständen Blogposts zu verfassen, in denen ich mich dafür entschuldige, längere Zeit nichts gebloggt zu haben, wird dies hier der letzte in dieser Form sein.
Wenn ich blogge, dann weil ich Lust dazu habe. Ich habe keinerlei Verpflichtungen hier. Verdiene auch kein Geld damit.
Jo, Leutz, so isses.
Danke Basti für die Nachfrage und dass du gern wieder was tolles von mir lesen würdest. Leider kann ich dir gerade nicht dienen.
Das ist jetzt schon das dritte Mal, dass ich euch ein Lied von Kool Savas empfehle – aber er ist nun mal einfach sehr gut. Vor wenigen Tagen ist sein neues Album “John Bello Story 3” erschienen. Daraus das folgende Lied. Einfach der Hammer.
Kleiner Hinweis am Rande: Im Video ist ein Cover von “John Bello Story 2″ zu sehen. Bitte nicht davon irritieren lassen.
Oh, im April steht so vieles an. Der April wird vielleicht mein Leben verändern. Zumindest mittelfristig. Mal schauen. Folgende Dinge werden stattfinden, die einen mehr, die anderen weniger wahrscheinlich:
Bewerbung
Handy
Auto
Urlaub
SvA
Auf jeden Fall wünsche ich euch einen schönen April! Mit ganz viel Sommer, Sonne und immer einer kleinen angenehmen Brise frischer Ostluft.
Ich hoffe der 1.4. lief glatt bei euch, ich wurde auf jeden Fall von niemandem veräppelt, und das finde ich auch gut so. Da fühlt sich das Leben irgendwie gleich erwachsener an.