Carl Mørck und Assad. Ihr erster Fall.

ErbarmenWas für ein Buch!

Hinter mir liegt eine lange Lesepause. Vorgestern packte mich dann der Rappel, denn bei der Hitze kann man ja nichts anderes machen außer baden oder lesen. Also schnappte ich mir ein Buch, das mir meine Tante vor einiger Zeit ausgeborgt hat, mit dem Hinweis, es sei vom Schreibstil ähnlich dem von Stieg Larsson. Da ich am Freitag den letzten Teil der Millenium-Trilogie im Kino gesehen hatte, wollte ich nun gleich bei dieser Art von Thrillern bleiben und schnappte mir dieses Buch.

Der Autor

Es ist nicht das erste, aber auch nicht das letzte Buch vom Dänen Jussi Adler-Olsen, der mittlerweile als der bestverkaufte dänische Krimiautor gilt. Berechtigt, denn er leistet 1a Arbeit ab. Adler-Olsen ist Baujahr 1950 und veröffentlichte 1997 seinen ersten Roman. Danach folgten 2003 und 2006 zwei Krimis und 2007 dann endlich “Erbarmen”, ein Thriller, der leider erst am 01. Oktober letzten Jahres in deutscher Sprache erschien.

Das Buch

In dem Thriller geht es vor allen Dingen um Carl Mørck und seinem arabischen Helfer Assad. Assad ist nicht seit Anfang an da, sondern stößt erst später zum “Sonderdezernat Q” hinzu, welches von Carl geleitet wird, ein Jahreskapital von 4-5 Millionen Kronen hat, aber schlussendlich nur aus anderthalb Mann besteht. Es wurde von der Regierung beauftragt, abgeschlossene Fälle von “besonderem öffentlichen Interesse” neu aufzurollen. Assad und Carl wählen die Akte rund um Merete Lynggaard. Diese erzählt die tragische Geschichte einer Frau, die auf einer Fährenfahrt nach Deutschland ertrunken sein soll, deren Leiche aber nie gefunden wurde. Die beiden Ermittler nehmen immer mehr Fahrt auf und die Spannung nimmt zu. Alles in allem ein höchst packendes Buch, das ich in nur zwei Tagen durchgelesen habe.

Meine Eindrücke

Der Schreibstil und die ganze Art der Story erinnern doch sehr an Stieg Larsson. Nicht, dass ich es nun gleich stellen möchte, aber es liest sich wirklich sehr schön, ist atmosphärisch dicht und stimmig, man will immer weiter lesen. Es gibt keine gekünstelte Pausen, in denen das Tempo herausgenommen wird. Besonders in der ersten Hälfte musste ich sehr viel lachen, Assad ist wirklich der Bringer. Aber auch andere Dialoge sind sehr witzig aufgebaut und lockern das ganze Buch auf. Diese sehr angenehme Erzählweise zieht sich durch das ganze Buch und macht es sehr sympathisch.

Fazit

Das Buch ist eine Mischung aus Psychothriller und Krimi. Es gibt kranke Elemente, aber auch brisante Ermittlungen. Eine gelungene Symbiose aus den beiden Gattungen. Für mich ein schöner Anschluss an die Millenium-Trilogie, den ich uneingeschränkt zum Lesen empfehlen kann.

Sollte ich euer Interesse geweckt haben, dann wünsche ich euch viel Spaß beim Lachen, Mitfiebern und Lesen. Bis zum September solltet ihr fertig sein, denn dann kommt – endlich – der zweite Teil heraus. Carl und Assad im nächsten Fall. Titel des 2008 in Dänemark erschienenen Buches: “Schändung“.

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