Wenn einem die Betonung entgleitet.

Ist euch das auch schon mal passiert? Ihr telefoniert mit eurer Cousine und betont einige Stellen völlig falsch? Das gesamte Gespräch ist kein langes und eigentlich habt ihr wegen ihrem Bruder angerufen. Irgendwie bei vollem Bewusstsein sprecht ihr die Dinge aus, aber verzerrt dabei die Stimmbänder, dass es am Ende so klingt, als ob es schlecht war, dass nicht gleich er rangegangen ist. Dem war aber gar nicht so.

Vermutlich hat sie es bereits schon wieder vergessen. Vermutlich waren das alles nur ziemlich unbedeutende zwei Minuten und beim nächsten Treffen denke ich schon gar nicht mehr daran. Vermutlich mache ich mir viel zu viele Gedanken über gewisse Dinge. Und vermutlich bin ich für manche Leser ziemlich verwirrend.

Nachbarn.

Einer packt seinen Gelben Sack in den Kofferraum seines Autos, fährt mit dem Auto zur Schranke (vielleicht 50m), steigt aus, macht den Kofferraum auf, nimmt den Gelben Sack und schmeißt ihn auf den Sackhaufen, der sich in einer rechteckigen Holzpalisadenbucht gleich neben der Ausfahrt und damit auch neben der Schranke befindet, macht den Kofferraum zu, steigt wieder in sein Auto, macht die Schranke auf und fährt davon.

Manche schmeißen ihren Katzenstreu über den Balkonrand, sodass unser Balkonien nicht mehr einem Urlaubsziel gleicht. Von einer DNA-Analyse des Zeugs haben wir vorerst abgesehen und uns mit der Situation abgefunden, den kontaminierten Bereich nicht mehr zu betreten und nur noch in unbedingt notwendigen Fällen unter besonderer Vorsicht zu reinigen.

Jemand wickelt seine Bonbons aus und lässt alles, was vorher den nun in seinem Mund befindlichen Teil vor äußeren Einflüssen geschützt hat, einfach auf die Haustreppe fallen. Einen Kaugummi durfte ich auch schon auffegen. Oder Büroklammern. Oder Katzenpisse. Nein, die fegt man nicht.

Zwei parken ihr Auto genau zu dem Zeitpunkt, wo der Hausmeister mit Multicar plus Anhänger da ist um den Rasen zu mähen, so günstig auf dem Hof (groß mit Asphaltstraße, einer “Abzweigung” und gut 20 Parkplätzen), dass man dort mit seinem eigenen Auto nicht mehr weit kommt. Denn sie stehen mitten auf der Straße. Grund: Eine mäßig gefüllte Einkaufstüte. Sie wird bis in den zweiten Stock transportiert. Langsam und gemächlich. Das dauert.

Mehrere, die einen etwas einseitigen und sehr gewöhnungsbedürftigen Musikgeschmack beweisen.

Eine Woche mit viel Dreamweaver, Photoshop, Mitternachtsmusik und einem Schattenmesser.

Woche

Vorbei ist sie: Eine Woche mit allerlei Software, Audio und Analogio. Warum ich mich all dieser Neu- und Altzeitdrogen gleichzeitig ausgesetzt habe, warum ich in dieser Woche so gut wie nie daheim am PC war, demzufolge auch nur einen Blogpost schaffte und warum ich nun vor einer großen Entscheidung stehe lest ihr nur hier exklusiv auf meinem Blog. Es ist teilweise wahrscheinlich notwendig, zwischen den Zeilen zu lesen. (Wie sonst auch.)

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Von Holzklotz-Hippies und Malteser-Mädchen.

Freitag, also neulich, war ich in Dresden. So ganz allein, denn ich hatte schließlich einen Termin. Der ist aber völlig unwichtig für euch. Hier soll es vielmehr um die Dinge gehen, die nach diesem Termin statt fanden. Teilweise mit mir in der Hauptrolle und teilweise mit mir als Gast. Selten auch als Mitspieler.

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Ohne Kommentar.

Fail

[via]

Augen auf im Straßenverkehr!

Und vor allen Dingen: Immer schön nach vorne gucken.

Tunnelfail

[via]

Mein mobiler Datentraffic liegt voll im Durchschnitt. Und das mit E-Plus.

Desire Traffic

In den USA haben einige Mobilfunkbetreiber 60000 zufällig ausgewählte Rechnungen anonym zur Verfügung gestellt. Dabei herausgekommen ist, dass jeder im Durchschnitt 300 MB Traffic pro Monat mit seinem Smartphone verursacht. Das sind im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum 230 Prozent mehr. Wahnsinn, aber gleichzeitg auch nichts unerwartetes, da ja 2010 wie schon von mir gesagt das Jahr der Smartphones, Tablets & Co. ist, und die sind fast alle fürs Internet ausgelegt.

Wenn ich diese 300 MB so betrachte, dann kann ich sagen, dass ich da voll drin liege. Zum Tracken nutze ich das Data counter widget auf meinem Desire. Bei mir muss ich die Zahlen immer am achten des Monats resetten, zum Glück macht das Programm das automatisch (Einstellungssache). Zur Zeit stehe ich bei 244 MB, macht nach Herrn Ries genau 10,17 MB pro Tag. Es stehen noch sechs Tage aus, bei denen somit weitere 61 MB anfallen werden. Insgesamt 305 MB.

Die letzten zwei drei Monate hatte ich schon immer so um die 300 MB Traffic. Das ist an und für sich keine Kunst. Es gibt genügend Dienste/Programme, die die Zahl nach oben schnellen lassen. Da wären z.B. YouTube, Google Maps, Twitpics und Programmupdates. Es ist aber viel mehr eine Kunst, diesen Traffic im E-Plus-Netz zu verursachen. Ich muss schon sagen, dass es bereits einige Frustmomente gab. Immer mal wieder ist das Netz einfach weg, er überträgt keine Daten. Scheinbar sind die Masten überlastet. Dazu kommt, dass ich daheim (8000 Einwohner) nur Edge habe. Neulich war meine Cousine zu Besuch. Neidisch lugte ich auf ihren Androiden. Aber nicht wegen dem Gerät an sich, sondern wegen der Tatsache, dass sie hier 3G-Netz hat. Sie ist bei Vodafone.

Heute in Dresden war sich mein Desire auch nicht ganz sicher, ob es lieber 3G oder HSDPA nehmen soll. 3G hatte nur 1-2 von 4 Balken und war deswegen ab und zu weg. Absolut nervtötend. Aber hey, ich bezahle schließlich auch nur round about 10 Euro und darf dafür innerhalb von 30 Tagen 1 GB Traffic verursachen (mehr Info). Danach zahle ich den normalen Tarif, 24 Cent pro MB. (Nur mal so aus Spaß: Bei 305 MB wären das 73,20 Euro.) Noch lassen sich die Aussetzer aushalten, sollte es aber schlimmer werden, werde ich wohl das Netz wechseln müssen.

Und ihr so? Liegt ihr auch im Durchschnitt? Falls ihr kein Smartphone inklusive mobilem Internet habt: Ist nur noch eine Frage der Zeit.

[Quelle: winfuture]

Frankfurt/Main.

FFM hat mich schon damals fasziniert, als ich zusammen mit unserer Schülerfirma “Run 4 Life” dort zum Bundeswettbewerb aller deutschen Schülerfirmen war. Wir belegten zwar nur den inoffiziellen vierten Platz, aber das hat ja nichts daran geändert, dass wir in Frankfurt/Main hausierten. Dieses Jahr ist der Wettbewerb glaube ich in Berlin, fänd ich nun nicht so spannend, da man Berlin ja so halbwegs kennt. Wie dem auch so, Schülerfirmen gehen immer nur ein Jahr, daher war ich diese Woche wegen etwas komplett anderem in Frankfurt. Was genau, wird später noch verraten.

Twitter 01

Mittwoch früh ging es los, ich stand daheim halb sechs auf und bugsierte meine drei Buchstaben nach Dresden zum Hbf. In Frankfurt rollte mein ICE dann gegen 12:41 Uhr ein. Eine Stunde, bevor ich im Hotel einchecken konnte. Also machte ich mich auf den Weg, ein wenig herumrumlatschen und Leute beobachten. Da ich ja keine Eile hatte und dementsprechend lahmarschig herumlief, quatschte mich draußen vorm Haupteingang gleich ein nettes Mädel von Malteser an. Die Unterhaltung war ganz ok, das Faltblatt nahm ich gern entgegen. Kleine Erinnerung, warum also nicht.

So gegen halb zwei kam ich an einem Asia-Restaurant vorbei, das zwischen 10 und 15 Uhr alles für 3,90 Euro anbot – bereit zum Mitnehmen. Drinnen war es warm und stickig, aber es war auszuhalten. Nach einer Weile hatte man sich dann akklimatisiert. Vorne am Eingang saß eine junge Truppe, bunt gemischt. Vermutlich werktätige Bevölkerung. Und vor mir am Tresen stand ein etwas älterer, leicht verwirrter Mann. Der war irgendwie total leicht reizbar und arrogant dazu. Er wollte irgendeine Soße zu seinem Reis mit Hähnchen dazu haben, und als ihn die Kellnerin fragte, was für Soße, da wusste er selber keinen Rat. “Machen Sie mir die Soße drauf, aber nicht zu viel.” – “Ja, was denn für eine Soße?”- “Ja, was weiß ich denn. Machen Sie halt die Soße drauf.” Es gab nämlich zwei verschiedene Soßen, und die kosteten auch noch Aufpreis. Der Mann ging dann übelst die Kellnerin an, so von wegen, was sie sich denn erlaube, sie solle sich mal nicht so anstellen. Dabei war ihre Nachfrage voll gerechtfertigt, nur verstand der Herr ihren Dialekt nicht so richtig. Das endete darin, dass die Kellnerin immer genervter wurde und irgenwann einfach irgendwas auf ihren Zettel schrieb, bevor sie diesen in die Küche gab. Der ganze Laden schien irgendwie etwas oll, zumindest das Regal hinter dem Tresen. Es war halb leer, neben den Schnapsgläsern lagen irgendwelche Zettel und der Staub wurde um die stehenden Gläser herum gewischt.

Hotelzimmer Frankfurt

Irgendwann hatte ich dann mein Essen. Aß ich nach dem Checkin im Hotel. Nichts besonderes. Das Hotelzimmer war gut. Klein, aber gut. Völlig ausreichend für die eine Nacht und mit 40 Euro auch nicht zu teuer, lag schließlich nur 200m vom Hauptbahnhof entfernt. Das Personal war übelst cool und locker drauf, super Sache. Leider ging das angepriesene WLAN nicht mehr in meinem Zimmer, das sich in der dritten Etage befand. Und der Empfang des normalen Handynetzes war irgendwie auch recht bescheiden. Aber ich war ja weder zum Surfen nach Frankfurt gekommen, noch zum Fußball schauen.

Denn Mittwoch Abend spielte ja Deutschland gegen Ghana. Ein ziemlich günstiger Zeitpunkt, wenn man genau diese Nacht in einer Großstadt ist und am nächsten Tag einen ziemlich wichtigen Termin hat. Ich stellte mir schon vor, wie ich vor lauter Lärm nicht schlafen kann. Doch es kam anders. War alles sehr gechillt. Der Fernseher lief während dem Spiel auf lautlos, ich musste mich ja auf Donnerstag vorbereiten. Als das Tor fiel, merkte ich das automatisch durch die anderen Hotelgäste. Ich machte kurz den Ton an und schaute mir die Wiederholung des Schusses von Özil an. Als das Spiel vorbei war, war es noch nicht groß laut in der Stadt. Erst gegen elf fingen die Leute an, sich in ihre Autos zu setzen und hupende Autokorsos zu bilden. Und eben diese hörte man dann geschätzte zwei bis drei Viertelstunden. Aber halb so wild, ich schlief dennoch schnell ein. Und die Nacht war super. Die Matratze war ungefähr wie bei mir daheim und das Bett ein Doppelbett.

Donnerstag. Frankfurt/Main. Großstadt. Viele Menschen. Viele Eindrücke. Viele Erfahrungen. Es war ein sehr heißer Tag. Angesagte 27 Grad, gefühlt mindestens 30 Grad. Um zu meinem Termin zu kommen, musste ich mit der S-Bahn zum Flughafen fahren. Keine große Sache, da nur drei Stationen bzw. 10 Minuten. Den wesentlichen Teil meiner Fahrt machte aber die Wartezeit aus, so um die 40 Minuten. Ich setzte mich also auf so eine lustige runde aus Stühlen und war ganz überrascht, dass sich immer wieder Frauen direkt neben mich setzten. Vielleicht lag es an meinem schicken Hemd, wer weiß. Als ich dann draußen war und über das Flughafengelände ging, wurde mir schon recht warm. Es war noch an der Grenze, man schwitzte noch nicht richtig, aber es war für die Uhrzeit schon echt warm. Nachmittags wurde es noch viel wärmer, richtig brutal warm. An der Station stand zudem ein farbiger Mann, der die ganze Zeit aus einem Megafon irgendsoeinen Fußballfeierspruch liefen ließ. Die ersten Sekunden relativ lustig, dann aber voll nervig. Schließlich musste ich einige Zeit auf die Bahn warten.

Twitter 02

Auf der Rückfahrt war im ICE die Klimaanlage defekt. Das war die wärmste Zugfahrt meines Lebens bisher. Ich knöpfte direkt noch ein Loch von meinem Hemd auf, war anders nicht zu ertragen. Zu unser aller Überraschung brachte das Personal eiskalte Getränke, sodass es einigermaßen erträglich wurde. Nach drei von fünf Stunden Fahrt ging die Temperatur so langsam runter, war ja schließlich schon 18 Uhr.

Was einem sofort auffällt, wenn man in Dresden steht: Mit Hemd ist man besonders. Da haben fast alle “normale” Sachen, sprich T-Shirts und Tops an. In Frankfurt rennen dagegen fast alle mit Hemd oder Anzügen rum. Im Bus stieg dann auf halber Fahrt eine Partygemeinschaft ein und es roch sofort überall nach Bier. Tjoar, fand ich gut. Nicht. Aber sie waren harmlos.

Alles in allem zwei tolle Tage. Ich mag Frankfurt/Main einfach. Es ist keine abgedrehte Stadt, aber lebendig. Die Leute sind nicht so wie in Hamburg auf Randale aus, aber lieben dennoch das Beisammensein. In Frankfurt findet man viele wichtige Unternehmen. Die Stadt ist modern und interessant. Schon 2008 hat sie eine gewisse Faszination auf mich ausgeübt. Und warum war ich nun in FFM? Ich sag es mal mit einem Wort: Bewerberauswahltest. :)

Fisherman’s Friend.

Fisherman's Friend

Zu diesen Pastillen habe ich eine besondere Beziehung. Im August 2007 war ich für zwei Wochen in London. Sprachreise inklusive speziellem Sprachkurs jeden Werktag. So kam es, dass ich als einziger unserer Reisegruppe in eine Sprachgruppe kam, wo keiner von uns war. Alles neue Leute für mich. Total komisches Gefühl in den ersten Minuten, doch das gab sich schnell. Denn die anderen waren komischerweise relativ stark an mir interessiert und horchten mich aus. Da der Gruppenleiter jeden Tag gute 15 Minuten zu spät (wir hörten übrigens auch immer schon ne Viertelstunde eher auf *kchchch* (diese Gelassenheit liebe ich an den Engländern)) kam, war dafür auch eine Menge Zeit. Umso mehr wir dann auch gemeinsam in Gruppen arbeiteten, desto ungehemmter wurde es. Bis mir schließlich ein sehr abgedrehter Typ – verwirschte Haare, verbraucht aussehendes Gesicht (vermutlich vom Kiffen) und ADS-ähnliches Verhalten – seine Fisherman’s Friend-Story erzählte.

Er  habe eine sehr tolle Mutti, die ihm schon seit Jahren von der Tanke FFs mitbringt. Er hat schon jede Sorte durchprobiert und er ist absolut abhängig von dem Zeug. Wenn es Spezialversionen wie beispielsweise Metallboxen gibt, dann lässt er sich die von seiner Mutti mitbringen oder kauft sie sich selber. Keine Frage also, dass er auch in London unterwegs nach neuem Stuff war und seinen Freunden ziemlich bald eine FF-Box präsentierte, die er in irgendeinem Store in London kaufte.

Irgendwann bot er mir eine Pastille aus seiner tollen Box an. Ich hatte bis dato noch nie Kontakt zu Fisherman’s Friend. Nach kurzem Zögern nahm ich an. Es waren, glaube ich, die extrastarken Eukalyptus-Dinger. Frei nach dem Motto: Wenn, dann richtig. Das Zeugs zog auch richtig gut durch. Und das geilste ist ja immer, dass es sich sehr komisch im Hals anfühlt, wenn man nach dem Auflutschen etwas trinkt. Als ob da nur noch eine kalte Röhre ist.

Nach den zwei Wochen London kaufte ich gleich Fisherman’s Friend ein. Und kaufe sie bis heute. Vornehmlich Sorte Kirsch.

Sicherlich könnte ich auch Airwaves kaufen, wöllte ich einfach nur frischen Atem und guten Mundgeruch. Aber zu Airwaves habe ich einfach keine gute Geschichte in petto.

Bilder, die einen wütend machen.

Wütend auf alle Produkte, die aus Öl hergestellt werden.

Wütend auf alle Produkte, die Öl zum Betrieb brauchen.

Wütend auf die Technik, die es überhaupt erst möglich macht, Öl zu fördern.

Wenn deswegen Tiere elendig verrecken müssen. Elendig. Hilfeschreiend. Ohne gehört zu werden.

Alles Emotionen, die bei mir hoch kommen, wenn ich diese Bilder sehe. Besonders bei Nr. 11, 15, 33, 34, 36, 37 und 39.

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