The Social Choice.

The Social Choice

Es ist nicht so, dass ich in vielen sozialen Netwerken vertreten bin. Lediglich in meinVZ, Twitter und Facebook bin ich regelmäßig aktiv. Doch das ist mir eigentlich schon zu viel. Denn jedes Mal, bevor ich etwas poste, stelle ich mir die Frage, wo ich es denn posten soll.

Überall hat man einen größtenteils anderen Freundeskreis. Ansonsten würde ich ja auch nur bei einem Dienst sein. Bei meinVZ, wo ich noch gar nicht so lange angemeldet bin, sind vor allem die Studienkollegen und -kolleginnen drin. Im blauen Gesichtsbuch sind sehr viele Leute aus meinem langjährigen Freundeskreis vertreten. Und Twitter nutze ich, um einfach kreative Sachen zu lesen. Dort kenne ich mittlerweile sechs Twitterer im Real Life.

Ich mache mir also jedes Mal Gedanken darüber, welchen Kreis ich mit meinem Post am meisten ansprechen könnte. Wo ich vermutlich am meisten Feedback erhalten werde. Naja, und manches ist auch eher privat/persönlich. Also muss ich da immer genau abwägen. Mich nervt das ein wenig, ich würde lieber nur ein was nutzen. Facebook ist da so ziemlich mein Favorit, da dort alles smooth läuft.

Den Zeitaufwand darf man auch nicht außer Acht lassen. Jedes mal überall einloggen, für Twitter noch nen extra Clienten, weil die Webseite nicht so optimal dafür ist. Wenn man Fotos bei Facebook hochlädt, dann sehen die auf meinVZ die natürlich nicht. Also dort den selben Spaß nochmal hochladen. Zusätzlich händeln sich die Dienste ja auch unterschiedlich. Die mobile App für meinVZ ist zum Beispiel das Allerletzte, hat so gut wie keine Funktionen. Die Facebook-App hingegen ist ok und die Twitter-Apps sind es auch.

Und ihr so? Findet ihr diese Vielfalt auch belastend? Würdet ihr lieber alles zentral bei einem Dienst machen und dort alle Freunde in der Liste haben?

Angst.

Angst

Die Medien machen uns Angst. Angst. Angst. Ist das Zauberwort.

Angst vor Dioxin. Angst vor Atomkraftwerken. Angst vor Glühbirnen. Angst vor dem Nahen Osten und Angst vor der Zukunft.

Trichtern uns das so lange ein bis wir bei allem brav Nicken.

Denkt mal drüber nach.

Mitunter kann man “Medien” auch durch “Politiker” ersetzen.

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Wunderbare Zeit.

Wunderbare Winterzeit

Welch wunderbare Zeit, die ich momentan durchlebe. Ich habe dank meinem Studium nette neue Menschen kennengelernt. Eine neue Freundschaft ist entstanden. Wunderbare Nachmittage erfüllen mich.

Weihnachtsmärkte inkl. Glühwein, ausgiebige Shoppingtouren und witzige Vorlesungen sind an der Tagesordnung. Zusätzlich gibt es Spieleabende, Kultur und interessante Diskussionen. Oder einfach nur Lernen daheim. Zwar geht insgesamt betrachtet dabei eine Menge Geld in andere Hände, doch das ist hundertprozentig ok. Denn ich lebe nur ein Mal.

So sieht es aus. Bin kaum noch zu Hause, fast nur noch auf Achse. Mein Handy leistet mir nach wie vor treue Dienste und wird intensivst genutzt.

Das Studium macht mir Spaß, ist nach wie vor die richtige Wahl. Der Arbeitgeber ebenso.

Schaue mit ruhigem Gewissen in die Zukunft und freue mich auf die nächsten drei Jahre.

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Der verpixelte Verstand.

Google Street View

Bei manchen Sachen kann ich die Deutschen echt nicht verstehen. Google fotografiert die Straßenzüge, und sofort dreht die Hälfte der Leute frei. Datenschutz, Datenschutz! Sowas kann man doch nicht machen! Einfach öffentliche Fassaden fotografieren. Die gehören einem doch, die kann man kaufen.

Ein Aufschrei geht rum, durch die Medien noch mal enorm gepusht. Hunderttausende Anträge werden abgeschickt. Die Datenschützer gehen auf die Barrikaden, dann kommen die Politiker, gehen zu Google und machen Druck. Man solle doch bitte direkt das Rohmaterial verpixeln, sonst könnte es ja sein, dass irgendwer an das originale Foto kommt. Welch skandalöse Vorstellung.

Tja, und nun kommt es, dass z.B. die Bundesgeschäftsstelle der Grünen vor dem Neuen Tor in Berlin ebenfalls verpixelt wurde – allerdings gegen den Willen der Grünen. Unbekannte hatten nämlich einen Antrag eingereicht. Und nun geht das nicht mehr rückgängig zu machen. Harhar, wie sagt man so schön? OWNED! Ich finds lustig.

Kommt ja auch noch, dass es evtl. ein zwei Mietwohnungen in Deutschland gibt, wo ab und an auch mal die Bewohner wechseln. Und wenn die Vorgänger die Butze haben verpixeln lassen, sind die Nachmieter schön angeschmiert. Denn wie gesagt – es gibt kein Zurück.

Paradoxerweise ist Street View in Deutschland so beliebt wie nirgendwo anders. Ich zitiere mal WinFuture: “Nachdem der Service am Donnerstag Morgen online ging, wurden im Laufe des Tages weltweit doppelt so viele Bilder aus den Street View-Datenbanken abgerufen wie an normalen Tagen. Einen so starken Zulauf habe man in keinem der anderen 26 Staaten erlebt.”

Tjaja. Deutschland wieder mal. ^^

[WinFuture 1] [WinFuture 2] [Street View]

Die lustigen kleinen Guckkästchen.

Smartphones

Der Markt für Smartphones wächst rasant. Android und Windows Phone 7 heizen den Wettbewerb an. Kein Wunder, dass es immer mehr bezahlbare Angebote gibt, sei es durch eBay oder durch die Massenherstellung. Logisch also, dass man immer mehr Menschen auf der Straße mit solchen lustigen kleinen Guckkästchen in der Hand sieht.

Besonders fällt es in Straßenbahnen oder an Haltestellen auf. Wenn ich mich zu meiner Hauptpendelzeit in die Bahn setze, dann sehe ich im selben Waggon mindestens zwei drei Leute, die auf einem Display rumtatschen. Blicke ich ein wenig weiter, sehe ich jemanden, der an der Tür steht und seine nächste Musik wählt. Ach ja, das Mädel hinter mir tippt gerade eine SMS – lautlos.

Immer wieder gleiten die Technikwunder in die Taschen – um kurz darauf wieder hervorgeholt zu werden. Dank Anbindung an das World Wide Web rufen nun immer mehr Dinge nach Aufmerksamkeit – Tweets, Posts auf Facebook & Co., Chatnachrichten, Skypeanrufe, Mails. Und natürlich kommen weiterhin SMSe, MMSe und klassische Anrufe.

Es wirkt fast so, als ob jeder seinen kleinen persönlichen Anschluss an die Welt in seiner Hosentasche hat. Und wenn er in das Display schaut, dann ist dies gleichzusetzen mit Freiheit, kurzzeitiger Erlösung. Umso wichtiger, dass man von sich selbst aus Kontakt hält, in dem man ein Foto der gestreiften Strumpfhosen einer Oma bei Facebook hochlädt oder einen perversen Tweet absendet. Denn das generiert garantiert Kommentare, Likes und Favs.

Irgendwie lustig, wenn alle nur noch zwischen dem sinnlosen Durch-die-Gegend-Gucken und dem In-das-Handy-Gucken wechseln. Gerade im Winter ist es toll, sieht man doch überall Displays leuchten.

Dumm nur, wenn man vergessen hat, den Akku rechtzeitig zu laden.

Smartphones Tweet

[Foto] [Tweet]

Was ich so am Wochenende gelernt habe.

Selbstmordattentäter haben womöglich Platzangst.

Bei Frauen sind die Hände meistens kälter als der Rest, da der Körper die Wärme zuerst in die Gebärmutter leitet. Reine Schutzfunktion.

Es gibt Toiletten, die aus alten Telefonzellen bestehen. Sehr cool.

Man sollte durchaus in Betracht ziehen, zwei Stunden eher loszureisen, falls man mit der Deutschen Bahn unterwegs ist.

In jedem Zug reisen grundsätzlich ein schreiendes Baby oder andere aufmerksamkeitsbedürftige Individuen mit.

Gummibärchentorten sind toll.

Es gibt Tequila-Gießkannen.

Irgendein Café hat sonntags halb zwölf immer offen.

Einmal Finnisch und einmal Amerikanisch bitte.

Zwei Videos, gesehen bei Caschy.

Total krank. Und lustig.

Ziemlich abgefahren auf den ersten Blick. Auf Dauer bestimmt nervig.

Wenn einem die Betonung entgleitet.

Ist euch das auch schon mal passiert? Ihr telefoniert mit eurer Cousine und betont einige Stellen völlig falsch? Das gesamte Gespräch ist kein langes und eigentlich habt ihr wegen ihrem Bruder angerufen. Irgendwie bei vollem Bewusstsein sprecht ihr die Dinge aus, aber verzerrt dabei die Stimmbänder, dass es am Ende so klingt, als ob es schlecht war, dass nicht gleich er rangegangen ist. Dem war aber gar nicht so.

Vermutlich hat sie es bereits schon wieder vergessen. Vermutlich waren das alles nur ziemlich unbedeutende zwei Minuten und beim nächsten Treffen denke ich schon gar nicht mehr daran. Vermutlich mache ich mir viel zu viele Gedanken über gewisse Dinge. Und vermutlich bin ich für manche Leser ziemlich verwirrend.

Nachbarn.

Einer packt seinen Gelben Sack in den Kofferraum seines Autos, fährt mit dem Auto zur Schranke (vielleicht 50m), steigt aus, macht den Kofferraum auf, nimmt den Gelben Sack und schmeißt ihn auf den Sackhaufen, der sich in einer rechteckigen Holzpalisadenbucht gleich neben der Ausfahrt und damit auch neben der Schranke befindet, macht den Kofferraum zu, steigt wieder in sein Auto, macht die Schranke auf und fährt davon.

Manche schmeißen ihren Katzenstreu über den Balkonrand, sodass unser Balkonien nicht mehr einem Urlaubsziel gleicht. Von einer DNA-Analyse des Zeugs haben wir vorerst abgesehen und uns mit der Situation abgefunden, den kontaminierten Bereich nicht mehr zu betreten und nur noch in unbedingt notwendigen Fällen unter besonderer Vorsicht zu reinigen.

Jemand wickelt seine Bonbons aus und lässt alles, was vorher den nun in seinem Mund befindlichen Teil vor äußeren Einflüssen geschützt hat, einfach auf die Haustreppe fallen. Einen Kaugummi durfte ich auch schon auffegen. Oder Büroklammern. Oder Katzenpisse. Nein, die fegt man nicht.

Zwei parken ihr Auto genau zu dem Zeitpunkt, wo der Hausmeister mit Multicar plus Anhänger da ist um den Rasen zu mähen, so günstig auf dem Hof (groß mit Asphaltstraße, einer “Abzweigung” und gut 20 Parkplätzen), dass man dort mit seinem eigenen Auto nicht mehr weit kommt. Denn sie stehen mitten auf der Straße. Grund: Eine mäßig gefüllte Einkaufstüte. Sie wird bis in den zweiten Stock transportiert. Langsam und gemächlich. Das dauert.

Mehrere, die einen etwas einseitigen und sehr gewöhnungsbedürftigen Musikgeschmack beweisen.

Eine Woche mit viel Dreamweaver, Photoshop, Mitternachtsmusik und einem Schattenmesser.

Woche

Vorbei ist sie: Eine Woche mit allerlei Software, Audio und Analogio. Warum ich mich all dieser Neu- und Altzeitdrogen gleichzeitig ausgesetzt habe, warum ich in dieser Woche so gut wie nie daheim am PC war, demzufolge auch nur einen Blogpost schaffte und warum ich nun vor einer großen Entscheidung stehe lest ihr nur hier exklusiv auf meinem Blog. Es ist teilweise wahrscheinlich notwendig, zwischen den Zeilen zu lesen. (Wie sonst auch.)

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