Children of men

Stell dir vor, du befindest dich im Jahre 2027, in England. Auf der ganzen Welt wurde seit 18 Jahren kein Kind mehr geboren. Das versetzt alle in halbe Panik und verändert die Gesellschaft enorm. Ausländer werden gnadenlos abgeschoben, es gibt kaum Arbeit (wenn, dann arbeitest du als Polizist) und kaum Hoffnung auf eine Änderung der Situation.

Durch gewisse Umstände wird dir eine junge Frau mit Migrationshintergrund anvertraut. Du sollst sie zur Küste bringen, weil da ein Schiff wartet, mit dem sie mitfahren soll. Denn sie ist schwanger. Und auf diesem Schiff befindet sich ein als Fischerboot getarntes schwimmendes Krankenhaus. “Human project” genannt.

Schwanger. Schwanger. Mensch, sie ist schwanger! Du bist enorm überrascht, als sie es dir zeigte. Du sollst eine Frau an die Küste bringen, die das wohl erste Kind seit 18 Jahren zur Welt bringt und zudem Ausländerin (Anmerkung: Ausländer werden ja gnadenlos verfolgt.) ist. Kein leichtes Unterfangen. Aber da du früher Aktivist für Menschenrechte warst, vereinst du das mit deinen Idealen und ziehst das durch.

Clive Owen verkörpert diesen Charakter in “Children of men”. Gemeinsam kämpft er sich mit dem Mädel durch die harte, grausame und gewalttätige neue Welt. Verliert dabei alle Menschen, die ihm nahe stehen. Wird immer verbitterter. Und entschlossener. Ist bei der Geburt des Kindes als einziger mit dabei. Kämpft sich durch kriegsähnliche Situationen. Immer das Mädchen im Auge. Und vor allem das Baby.

Am Ende schaffen es die beiden (+ Baby), ein Boot zu bekommen und fahren auf das Meer hinaus, zur Boje, wo zum Sonnenuntergang die “Tomorrow”, das Schiff des “Human project”s, anhalten soll. Überall Nebel. An der Boje wartend unterhalten sie sich ein wenig, das Mädchen hält sein Baby unterm Arm. Clive Owen blutet. Stark. Er wurde im letzten Gefecht angeschossen, mitten in den Bauch. Vermutlich lebenswichtige Organe verletzt. Er tut so, als ob es ihm gut geht. Das Mädchen ist weniger besorgt. Als das Baby hickst, sagt Clive, dass sie es auf eine Schulter legen solle und leicht mit der Hand auf den Rücken klopfen müsse. Das Mädchen wendet dabei den Kopf ab, schaut auf das Baby. In diesem Moment stirbt Clive Owen, kippt in sich zusammen. Begleitet von theatralisch trauriger Musik. Im Hintergrund taucht die “Tomorrow” auf.

Zu sterben. Zu sterben für eine Sache, für die man sich vollständig geopfert hat.

Genau diese Tatsache hat mich dazu gebracht, bitterlich zu weinen. Ich fand es einfach enorm traurig. Er hätte es tausendmal mehr verdient weiterzuleben.

Massenkompatibel

Durch einen kleinen Seitenhieb aus der Familie interessierte ich mich heute mal ein wenig für Rainald Grebe. Hörte und schaute viele seiner Werke auf YouTube. Ich muss sagen, dass ich Zitaten, die sagen, dass er der wohl beste Kabarettist in und aus Deutschland ist, zustimme. Er kommt stets sehr sympathisch herüber und seine Texte gefallen mir durch die geschickt dosierte Kritik an der Gesellschaft oder anderen Dingen. Und lustig ist er. Durch die ganze Vortragsart. Doch schaut selbst.

Massenkompatibel.

Gefällt mit vor allem, da ich dieses ganze Mainstreamgemache nicht wirklich ab kann.


[Direkt auf YouTube anschauen.]

Beobachtung im Personennah- und fernverkehr

Neulich war ich ein wenig mehr als sonst mit Bus und Zug unterwegs, sodass ich ausgiebige animalische Studien durchführen konnte. Ich kam zu einem erschreckendem Schluss:

Menschen stehen gerne!

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Das Abflachen unserer Generation und dessen Folgen

Heute hatte ich eine sehr interessante Diskussion mit meinen Eltern. Quasi einen Generationenaustausch. Ich muss das alles einfach zu einem Blogbeitrag verarbeiten, denn es hat mich schon sehr zum Nachdenken angeregt.

Eins vorab: Nur vollständig lesen macht Sinn, daher überlege bitte vorher, ob du ihn liest oder nicht. Ist ja nicht ganz kurz.

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Der sinnlose Drang nach immer mehr Freunden/Followern

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Klares Zeichen für eine solche Gesellschaft ist das ständige Streben nach mehr. Höher, weiter. Mehr. Immer mehr. Manche finden dies gut, manche schlecht. Grundlage für ein solches System sind vergleichbare Daten. Wer hat mehr Kunden für die Versicherung geworben, wer hat mehr Zettel abgestempelt, wer hat mehr Autos verkauft. Ein ständiges Vergleichen ist an der Tagesordnung. Auch im Internet.

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Die Loriot-Perlen

Gestern und heute habe ich ein wenig Loriot auf YouTube geschaut. Loriot ist eigentlich Kult. Zumindest in Deutschland. Denn bei Loriot werden die spießigen Deutschen mal richtig aufs Korn genommen. Aber auch andere Macken. Doch seht selbst. Ich habe ein paar gute Clips rausgesucht, die man sich meiner Meinung nach unbedingt anschauen sollte.

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Twitter ist nicht bitter

Die Twitter-Nutzerzahlen gehen mächtig bergauf in Deutschland. Das kann man überall nachlesen. Doch bei den Leuten halten sich hartnäckig die Vorurteile. “Auf so einen Scheiß hab ich keinen Bock”, “Das ist nur ein Hype” und ähnliche Statements hört man, wenn man Twitter anspricht. Die meisten von denen haben Twitter noch nicht ein einziges Mal ausprobiert, kennen es lediglich aus den Medien. Zeit, aufzuräumen.

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Was ist an VW so geil?

VW Polo

VW Polo

Volkswagen sind unter den Deutschen das A und O. Sie werden von allen Autos am meisten gekauft und es hat sich ein Weltkonzern herausgebildet. Dennoch tauchen die Autos des so großen Konzern relativ häufig in den Unzuverlässigkeitsstatistiken auf. Was ist also so geil an Volkswagen, dass alle einen VW haben wollen?

Design?

Ich muss sagen – das Design spricht an. Einfach nur zeitlos, schick und modern. Da kann keiner was sagen. Auch auf dem Bild sieht man sexy Kurven – die eines aktuellen VW Polo. Würde ich rein nach dem Aussehen kaufen, so würde ich mich nur schwer zwischen VW und Audi entscheiden können.

Preis?

Ganz anders verhält es sich allerdings bei den Preisen. 16500 Euro für den billigsten Golf VI mit nur 80 PS und Trendline-Ausstattung? Für 1000 Euro weniger bekomme ich schon einen Kia Carens mit 144 PS und wesentlich mehr Platz. Also bei VW bezahlt man den Namen wirklich mit. Vielleicht wird auch alles per Hand zusammengebaut, ich weiß es nicht. Zumal ja die Kosten einer Reparatur bei VW viel höher sind als z.B. bei Kia. Rein preislich würde ich wahrscheinlich nie einen VW kaufen.

Technik?

Die Technik ist durchwachsen. Sie ist sehr fortschrittlich, sparend, agil und zieht auf alle Fälle an vielen anderen Marken vorbei. Doch durch den starken Einsatz vor allem neuer Elektronik kommt es sehr häufig zu Problemen. Da spinnt dann das Bordnavi oder es wird permanent ein leerer Tank angezeigt. Zumal es ja auch darauf ankommt, welche Technik man auswählt – bei den schier endlosen Zusatzoptionen blickt ja keiner mehr durch. Die Koreaner lösen das da einfacher: Bewährte Technik wird serienmäßig eingebaut, wer etwas mehr will, der zahlt ein wenig drauf.

Name?

VW = Qualität. VW = Deutsche Wertarbeit. VW = Edel. Schon allein das VW-Emblem vorne auf dem Kühlergrill zu haben, bedeutet eine gewisse Prestige. Da kann man mit einem KIA-Symbol nicht so schnell protzen. Warum eigentlich? Das würde mich mal interessieren.

Fazit?

Nunja, so richtig sicher bin ich mir nicht, warum alle VW haben wollen. Elektrik, die spinnt, Preise, die förmlich mit Dünger überschüttet wurden und jedes Jahr erneut neue Spitzenwerte erreichen, Design, das sehr toll ist aber nicht immer über allem stehen sollte. Sicher, ich finde VW auch toll. Aber KIA z.B. eben auch. Und KIA bietet wesentlich mehr als ein VW. Irgendwie. Oder?

Quellen… Bild: Volkswagen Polo Detailansicht von litzi001 @ Pixelio # Preis Golf VI: autobild.de # Preis Kia Carens: buddeautomobile.de

Twitter und seine Folgen

Twitter Startseite

Twitter Startseite

Seit Freitag twitter ich nun auch. Nun bin ich einer von ungefähr 50000 Twitterern in Deutschland, wobei es auf der ganzen Welt mehr als 2,6 Millionen Twitter-Nutzer gibt (laut twittercounter.com). Zeit, um mal ein wenig auf die Folgen einzugehen, die Twitter mit sich zieht und ein wenig die Vor- und Nachteile des Ganzen Gezwitschers zu beleuchten. Viele Deutsche können sich ja immer noch nichts unter Twitter vorstellen.

Vernetzung

Mit Twitter lernt man viel schneller jemand anderes kennen, als dies in ICQ oder anderen Messengern passiert. Denn diese Messenger sind alle ziemlich privat und in sich abgeschlossen. Bei Twitter hingegen kann jeder andere die eigenen Nachrichten mitlesen und bei Bedarf followen. Man kann sich schneller austauschen und bekommt Infos aus völlig anderen Städten/Gebieten/Ländern live und völlig kostenlos.

Browser und -Plugins

Hier lässt sich kaum ein Push betrachten, da die meisten Leute über das Handy (vorzugsweise das Iphone) twittern oder Programme wie etwa Twhirl nutzen. Wenn man sich nur per Browser einloggt, muss man zudem ständig am PC sein, ist also in der Mobilität eingeschränkt. Twittert man dennoch so wie ich z.B. nur über den Browser, so empfehle ich das direkte Einlogen auf twitter.com und keine Nutzung von Plugins wie etwa TwitterFox, da diese unübersichtlich sind und nur in großen Zeiträumen die Tweets aktualisieren. Da kann man auch gleich richtig über die offizielle Webseite gehen.

Handys und mobiles Internet

Hier gibt es einen enormen Zuwachs. Viele nutzen ihr Iphone oder haben sich extra eins gekauft, um mobil twittern  zu können. Man kann zwar auch per SMS Tweets verschicken, doch da das immer an eine Nummer aus Großbritannien geht, wird das mit der Zeit sehr teuer. Am meisten wird daher das mobile Internet verwendet, ein oder sogar gleich drei Progrämmchen für Twitter installiert, und losgezwitschert. Da man beim Iphone meistens das Internet schon als Flatrate inklusive hat oder da man einen billigen mobilen Tarif wie z.B. das 1GB-Internetpaket von simyo hat, kostet das auch relativ wenig.

Der Smartphone-Absatz wird zudem durch Twitter noch einmal gepusht, da diese besagten Anwendungen ja nur auf großen Displays Sinn machen und eine Touchbedienung zudem von Vorteil ist.

Gesellschaft

Zur Zeit gibt es eine Art Hype rund um Twitter. Das ist zum einen gut, zum anderen schlecht. Denn Twitter wird so zwar sehr schnell bekannt und bekommt eine Menge neuer Nutzer, doch hat dadurch auch mit der Finanzierung und der Bereitstellung von genügend Servern zu kämpfen. Viele Leute, vor allem in Deutschland, wissen zudem noch nichts mit Twitter anzufangen, schimpfen drüber und bezeichnen es als sinnloses “Ich gehe jetzt duschen”-melden mit 0% Informationsgehalt. Außerdem kommt ja noch hinzu, dass in deutschen Landen gerade erst die Blogs richtig bei den Leuten angekommen sind und diese bis dato DER Trend waren. Und nun kommt mit Twitter schon der nächste; das ist für viele einfach zu viel und geht ihnen zu schnell.

Fazit

Es wird noch eine Weile dauern, bis Twitter sich richtig verankert hat und von vielen Leuten genutzt wird. 2,6 Millionen weltweit sind noch nicht viel bzw. auf jeden Fall ausbaufähig. 50000 in Deutschland erst recht. Auf jeden Fall wird sich unsere Kommunikation durch Microblogging-Dienste wie Twitter verändern und wir werden wesentlich schneller an wichtige Informationen kommen. Die Tageszeitungen, die noch ganz klassisch per Post kommen, werden in fünf bis zehn Jahren bestimmt nicht mehr großartig wichtig sein, denn wer liest schon gerne Nachrichten, die schon einen Tag alt sind?