Diese Woche nicht nur ein Song, sondern gleich sechs davon. Es geht um “Mr. Haze”, einem Freund, der jetzt ein paar Vorab-Tracks der kommenden MidSummerMix-EP auf seiner MySpace-Seite veröffentlicht hat. Selbst produzierter German HipHop aus Dresden. Hört einfach mal rein, wenn ihr Bock drauf habt.
Und wie immer gilt – ich würde es nicht empfehlen wenn ich die Tracks selber nicht mögen würde.
Gestern kam Marterias neues Album raus, “Zum Glück in die Zukunft”. Ich habe es mir gleich mal per Amazon MP3 App auf meinem Androiden gezogen, 7,55€ ist schwer in Ordnung. Mittlerweile passierten die insgesamt 12 Tracks mindestens drei Mal meine Gehörgänge. Am Anfang war ich etwas skeptisch, weil die 30 Sekunden Schnipsel bei Amazon mich nicht wirklich überzeugten. Doch wenn man die Songs hört, bekommt man ein ganz anderes Bild.
Das Album entstand unter den Fittichen der Peter Fox Produzenten. Das hört man auch. Wesentlich mehr Mainstream. So ist es auch nicht verwunderlich, dass alle Tracks zu gefallen wissen. Mein Favorit ist momentan Titel Nr. 3, “Amy’s Weinhaus”. Leider gibts den noch nicht auf YouTube, weshalb ich euch “Verstrahlt” präsentiere:
Nachdem ich einige deutschen Rapper wie Curse, Olli Banjo, Italo Reno, Marteria oder Franky Kubrick intensiv gehört habe, wende ich mich heute erstmals Sido zu. Habe direkt auf laut.de geschaut, welches seiner Alben das am höchsten bewertete ist. Heraus kam “Ich” aus dem Jahre 2006, welches “das beste Aggro-Release seit Bushidos Abgang” sein soll. Also direkt mal geladen und auf “Play” gedrückt.
Die In-Ears von Panasonic sind in meinen Ohren und lassen keinerlei Außengeräusche herein. Keine Ahnung wie laut sie gemessen in dB(A) sind, Media Player ist auf 100% und bei Windows Vista stehts 30. Ich finde es recht laut. Bei schnellen Beats spüre ich die Bässe sehr deutlich, es vibriert nur so in meinen Ohren herum.
Das Album ist so deep, es ist fast unbeschreiblich. Zur Zeit bin ich bei Song 12 von 22 und es flasht mich einfach nur weg. Die Beats der Hamma, der Flow perfekt, die Texte frisch und geil. Ab und zu kommt ein Skit, es wird, wie bei vielen Rap-Alben, eine Story aufgebaut. Das lässt einen besser verstehen und macht alles wesentlich sympathischer. Oft auch lustiger. Bei “Ich” z.B. ist man am Anfang bei der Geburt von Sido dabei.
Deutscher HipHop ist für mich immer noch die geilste Musikgattung auf dem Markt. Die Leute machen es der Musik wegen und nicht für das Geld. Und wenn man die richtigen hört (also z.B. kein Bushido), dann muss man sich quasi dafür begeistern. Denn nirgends findet man genialere Texte sowie Beats. Danke nochmal an HóÖònnes, der mich damals diesem Genre näher gebracht hat!
Ich zitiere einfach mal, frech wie ich bin, den Video-Subtext:
Das erste Lebenszeichen von MARTERIA aus dem anstehenden Album ZUM GLÜCK IN DIE ZUKUNFT (VÖ: 20.08.2010) ist ENBOSS. Ja, klingt im ersten Moment arrogant und wie der nächste Rapper, der sich als Coolsten, Besten und Schönsten selbst
inszeniert.
Doch der Musiker MARTERIA ist weit entfernt von den plumpen Hip Hop Attitüden. MARTERIA springt in ENDBOSS von Level zu Level durch ein Computerspiel, welches sein Leben ist. Er kämpft sich durch die schwierigen ‚Level’ seines Lebens: über seine Kindheit, seine Fußball Karriere, das Modeln in New York, seine Ausbildung als Schauspieler bis hin zu seinem Leben in Berlin.
Die raffinierte Produktion von The Krauts (u.a. Peter Fox, Miss Platnum) versetzt den Hörer sofort in die Optik des C-64 Spiels und Super Mario läuft über die pumpenden
Boxen.
Es hört sich so an, als würde MARTERIA noch viele Levels in diesem Spiel erfolgreich meistern.
Please insert a coin.
Cooler Track, cooles Video und sexy Frau an Marterias Seite.
Marteria – Endboss
Den Song könnt ihr kostenlos auf marteria.com downloaden.
Notiz an mich: Unbedingt im August das Album kaufen.
Dead Prez gibt uns aufgrund ihres 10-jährigen Bestehens ein Mixtape for free. Ich habe es mir gestern vollständig angehört und zur Zeit läuft es auch schon wieder. Es sind einige echt deepe Tracks dabei, die Bassline ist gut gelungen, die Beats gehen ok und an und für sich ist das alles kein Kommerzrap, sondern Zeug vom Herzen. Mit teilweise politischen Texten. Man merkt, dass die beiden schon lange im Geschäft sind, denn der Flow ist 1a.
Ich höre ja sonst kaum US-Rap, aber der hier ist echt gut. Vor allem die Tracks “Far From Over”, “The Beauty Within” (ausm Radio bekannt) und “Don’t Waste It” gefallen mir. Also Leute, ihr wisst, was ihr zu tun habt: Saugen! Und wer Dead Prez live erleben möchte, der sollte heute in Köln, morgen in Erfurt oder übermorgen in Berlin sein.
Diesen Winter erscheint ein sehr interessantes Projekt auf dem Markt. Es geht um eine Verbindung von deutschem und französischem Hip Hop. Jeweils 16 Rapper haben sich zusammengetan und immer partnerweise Tracks geschrieben sowie performt. Ins Leben gerufen wurde das ganze vom kleinen Label Bodensee Records aus Süddeutschland.