Die Welt, das Geld und die Kinos.
Danke Welt, dass du mich ausgespuckt.
Danke Geld, dass du mich gefunden.
Danke Kino, dass du mich eingelassen.
Die Weihnachtstage bestehen aus Schnee, leichter Kälte und ein wenig Herumrutschen. Soeben scheint die Sonne, Empire of the Sun sorgt für gute Laune, für freudiges In-den-Tag-Starten. Seit dem 24. war alles ein wenig ruhig, doch gestern Abend war ich wieder unterwegs. Im Kino in der Fabrik, wir haben uns “Somewhere” angeschaut. Ein schöner Film mit ähnlich langen Einstellungen wie bei “The American“. Dazu ein sehr genialer Soundtrack, vielen erotischen Szenen (einmal auf Menschen und einmal auf Autos bezogen) und einem stimmigen Ende.
Bei dem schönen Wetter heute zieht es mich nach Dresden, ein wenig Herumschlendern, warten, bis mich etwas anspringt, und nebenbei ein wenig Leute beobachten. Vielleicht sollte ich auch ein paar Fotos machen. Mal schauen, in welchem Winkel die Sonne steht.
Die etwas anderen Cops. Vernichtende Filmkritik.
Ein billiger 0815-Film. Kennt man in der Form schon tausend Mal. Keine Ahnung, warum ich rein gegangen bin.
Zwei Superagenten der Polizei sterben, weil sie zu viel Adrenalin im Blut hatten. Beziehungsweise weil der Drehbuchautor einen an der Waffel hatte. Daraufhin rivalisieren zwei Ermittlerpäärchen um die Nachfolgerschaft. Das eine davon besteht aus zwei Schreibtischprofis. Sie müssen/wollen nun in die große weite böse Welt (New York) und jagen dort Verbrecher, immer bestrebt, dabei möglichst erfolgreich und cool zu sein.
Das geht natürlich gründlich schief.
Der ganze Film ist nur so gespickt mit flachem Humor, und als dann später der selbe Witz ein zweites Mal erzählt wurde, kam in mir fast schon Wut auf. Die erste Hälfte fand ich den Humor und die Aufmachung ja ganz nett, aber irgendwann kommt man sich etwas verblödelt vor. Die Effekte sind typisch amerikanisch – übertrieben und unlogisch. Auch die Handlung ist oft sehr unlogisch und nicht nachvollziehbar; unrealistisch.
Wem diese Art Humor und Szenerie gefällt, für den mag das ein netter Film sein. Ich stehe mehr auf durchdachtere Sachen, von daher bin ich etwas enttäuscht von dem Film. Zumal ich nicht mehr genau sagen kann, was ich eigentlich erwartet hatte.
Gefühlte dreitausend Informatikstudenten auf einem Haufen.
Das kann man erleben, wenn man sich dazu entscheidet, an einem Dienstagabend in den Film “The Social Network” zu gehen. Dienstags sind die Karten am billigsten. Und der Film ist wie ein Magnet für junge Leute, vornehmlich Studenten, die sich zumindest für die Informatik interessieren. Natürlich kommen die Freundinnen mit, denn der Film hat natürlich viele gleichaltrige Schauspieler – und Justin Timberlake.
Der Abend war ganz lustig. Eine halbe Stunde vor Beginn war ich auf Arbeit fertig, und fünf Minuten vor Filmstart hatte ich meine Eintrittskarte. Wofür keine Zeit mehr blieb, war der Stuhlgang. Zumal es auf der Etage, wo das Kino war, keine Toiletten gibt. Fünfundvierzig Minuten konnte ich es noch verkneifen, dann musste ich für vier Minuten den Saal verlassen. Ich hoffe, ich habe keine entscheidende Stelle verpasst. Also – nehmt meine Kritik bitte nicht so ernst – ich habe schließlich nicht den kompletten Film gesehen.
Die Story kann ich mir eigentlich schenken. Es geht schließlich nur um die Entstehungsgeschichte rund um Facebook bis zum millionsten Mitglied. Genau diese hat in meinen Augen David Fincher perfekt umgesetzt. Die Schauspieler sind allesamt richtig gut ausgewählt. Auch Justin Timberlake spielte gut, Kritik, die ich gehört hab, ist vollkommen unberechtigt.
Als es um die Programmierung von Facemish geht, wird viel mit Fachwörtern herumgeschmissen. Und es wird von einem Schritt zum nächsten nur so gesprungen. Einige Mädels hatten damit vielleicht ihre Schwierigkeiten, aber ich persönlich fand das nun nicht gerade zu speziell. Es sollte einfach nur zeigen, was für ein Knowhow Mark hat und wie schnell er fähig ist, aus einer Idee Wirklichkeit zu machen. Um viel mehr geht es bei den Szenen gar nicht.
Alles in allem ist es gelungen, ein Bild von Mark entstehen zu lassen. Er ist berechnend, lässt sich nicht von Emotionen leiten (gerade dies ist wichtig für den Erfolg oder Misserfolg) und ist äußerst gerissen. Er leitet Aktionen zum richtigen Zeitpunkt ein und führt diese ohne Schulterzucken durch. Auch wenn es dabei um vermeindliche Freunde geht.
Ich persönlich fand den Film äußerst gut. Und ich glaube, am Inhalt ist mehr dran als manche (wie z.B. der echte Mark Zuckerberg) wahr haben wollen.
The Town.
Es trug sich zu, dass ich am Samstag mit meinem Cousin nach Dresden in den UFA-Palast fuhr. Wir schauten uns einen aktuell recht angesagten Film an, wie man zumindest an der richtig guten Besucherzahl feststellen konnte. Ben Affleck hat sich zusammengerissen und einen neuen Streifen gebastelt, spielt zudem quasi die Hauptrolle.
Die Story ist nicht neu, die Umsetzung gut gelungen. Es gibt ein wenig Action (es hätte ruhig mehr sein können), ein wenig Liebe (hätte tiefer gehen können) und eine Menge guter Schauspieler (die wirklich gut waren). Es ist ein klassischer Popcornfilm. Denn der letzte Kick fehlt. Viele Elemente sind vorhersehbar (zumindest für mich) und manches ist einfach nur unglaubwürdig. Doug MacRay (Anführer der Bankraubbande) ist zum Beispiel viel zu nett. Und sein engster Freund einfach nur stur gewalttätig. Wie können die beiden dann unzertrennliche Freunde sein? Aber einige lustige Elemente lassen über diese Fehler (fast) hinüber sehen.
Fazit? Ansprechende Unterhaltung mit ein paar kleinen Schwächen. Kurz gesagt: 4/5 Punkte.
The American. Ein alternativer Film.
Dieser Film überzeugt durch seine Andersartigkeit. Leute, die ihn als “ein gespieltes Stillleben” bezeichnen, haben vermutlich recht. Denn das Werk zehrt nicht von zahlreichen Actionszenen, wie man vielleicht vermuten mag, sondern vielmehr von der Kameraführung, den Tönen, den Menschen und der Atmosphäre. Er ist insgesamt gesehen sehr ruhig, sodass ich mindestens drei Mal aufgeschreckt bin, als es kurz sehr laut war. Das ist irgendwie unvermeindlich, selbst wenn man sich fest vor nimmt, das nächste Mal nicht zusammen zu zucken.
Man sollte also kein Mainstreamfanatiker sein, um sich diesen Film anzuschauen. Ist dem so, kann man es nämlich gleich bleiben lassen. Man muss bereit sein, sich auf diese Art Film einzulassen. Und hat er erstmal Besitz von einem ergriffen, so findet man ihn wunderbar.
[Bild via]
Inception.

Endlich mal ein Film mit einem anderen Thema. Ein bisschen Matrix-like. Man muss mitdenken, um nicht den Anschluss zu verlieren. Dies ist kein Film für Leute, die nur Action sehen wollen. Diese gibt es zwar auch, aber sie ist unterstützend tätig, nicht vordergründig. Die Schauspieler sind allesamt grandios. Das Drehbuch soll ein zwei kleine Schwachstellen haben, aber die sind mir gar nicht aufgefallen. Für mich bis jetzt der Film des Jahres. Vor allem, weil eine Stimmung und Spannung erzeugt wurde, die einen den ganzen Film über mitreißt.
Verdammnis.
Gestern war ich, wie einige Insider schon wissen, im zweiten Streifen der Millenium-Trilogie – Verdammnis. Es folgt nun eine Aufzählung von Dingen, die mir auffielen, missfielen und gut gefielen.
Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen
Das musste ich jetzt einfach bringen xD Der Titel des Films ist einfach nur [hier irgendetwas einfügen]. Den Trailer sah ich irgendwie schon vor Urzeiten mal und muss sagen dass dieser Film irgendwie sehr komisch anmutet. 90 Minuten vom Himmel fallendes Essen. Hm.
Der Abspann
… ist ein meiner Meinung nach sehr wichtiger Teil eines jeden Films.
Er gibt einem die Möglichkeit, direkt nach dem Schluss den Inhalt ein wenig zu verarbeiten. Im Durchschnitt hat man mindestens vier Minuten Zeit. Sicherlich könnte man auch ohne den Filmabspann über das Geschehene nachdenken, Adrenalin abbauen oder auch weinen. Doch da würde ein wichtiger Part fehlen: Die Musik.
Sie gibt uns eine anhaltende Verbindung zum Film. Visuell passiert nicht mehr viel, sodass man getrost wegschauen oder gar nicht hinschauen kann. Doch mithilfe der stimulierenden Wirkung des Tons bleibt man gedanklich beim Film, ohne in den Gedanken eingeschränkt zu werden.
Das ist eine ungemein große Hilfe, schnell zu einem Abschluss zu kommen. Einem geistigen Abschluss. Um sich ein endgültiges Bild vom Film zu machen. Oder darüber nachzudenken, eventuell in seinem Leben etwas zu ändern. Oder oder.
Ich kann nicht mehr ohne Abspann. Lasse ihn so gut wie immer durchlaufen, bis die Musik ausfadet. Brauche das zum Nachdenken. Zum Downkommen. Aber auch zum Erfahren, aus welchen Songs der Soundtrack besteht.
Und bei euch? Wie steht ihr dazu?







