Ein Blog ist ein Dilemma.
Ich habe diesen Blog nun schon seit 2007. Zwar anfangs noch unter blog.leoschiller.de, doch im Grunde hat sich bis auf den Namen nichts geändert. In letzter Zeit denke ich immer mehr über die Sinnhaftigkeit eines eigenen Blogs nach, meine Ansätze und Meinungen will ich im Folgenden mal schildern. Und wer hier schon das große Gähnen bekommt, der soll bitte Strg+W drücken. Danke.
Ein Blog bietet große Vorteile. Man lernt neue Leute kennen. Durch Kommentare, aber auch über das Impressum. Man ist gezwungen, sich mit der Technik unter der Motorhaube auseinanderzusetzen, und wenn man der Informatik nicht abgeneigt ist, lernt man durchaus etwas hinzu. Man schreibt, und wenn man auch hier ein wenig Interesse hat, so lernt man besseres Deutsch oder trainiert es zumindest. Man tippt, und umso mehr man tippt umso schneller kann man es. Hilft ungemein weiter in unserer Computerwelt. Man teilt sich mit, das hilft manchen, andere brauchen es, wiederum anderen fällt es aus dem Gesicht. Man verdient mitunter Geld mit einem Blog.
Ein Blog hat aber auch große Nachteile. Er verrät immer Dinge über einen. Er benötigt Zeit, Pflegeaufwand. Um Spam zu löschen, um WordPress zu updaten. Womit wir schon beim nächsten wären: Er benötigt (zumindest rudimentäres) technisches Verständnis. Er zwingt einen zu neuen Beiträgen, da sonst immer weniger Besucher kommen, die Kommentare auf Null sinken und somit auch die Motivation für neue Beiträge auf Null sinkt. Ein Teufelskreis, in den man nicht eintreten sollte und es auch nicht will. Und er verursacht laufende Kosten, wenn man ein klein wenig Kontrolle über das Aussehen und die Funktionen haben will.
Versteht mich nicht falsch, ich mag meinen Blog sehr gern. Ich lese die alten Beiträge mit einem Lächeln im Gesicht, natürlich auch die Kommentare, insofern es welche gab. Aber mir sind die Themen ausgegangen. Belangloses Gelaber über neue Technik findet man woanders viel besser aufbereitet und aktueller. Meinen persönlichen psychoanalytischen Scheiß will hier keiner lesen, das habe ich gemerkt. Aber um genau den geht es mir im Moment. Und zum Glück habe ich Leute gefunden, mit denen ich da drüber reden und mich austauschen kann. Das einzige, was hier momentan Interesse und Anklang findet, sind meine Samstag-Abend-Songs. Aber nur dafür einen Blog weiterführen? Irgendwie nicht richtig angemessen.
Sorry, meine Freunde finde ich online über ICQ und Facebook, darauf werde ich mich in Zukunft konzentrieren, mein Blog wird vorerst nicht weiter von mir befüttert. Bis auf die Samstag-Abend-Songs. Mal sehen, wie lange noch. ;)





